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Von Thailand (Bangkok)ging es über Laos, Kambodscha, Vietnam, Südwestchina, Tibet, nach Peking und dann in die Mongolei. Alles mit Bus und Bahn ab Bangkok, außer die Einreise nach Tibet geschah mit Air China von Chengdu.

 
 

01. Mail
Hallo Leute,
mache heute Nacht zur laotischen Grenze rüber und werde die nächsten Tage nach Laos übersetzen.

Habe es endlich geschafft alle Bilder zu beschriften, also wer Lust hat es ist jetzt Text unter jedem Bild.

Ansonsten ist es hier schön warm und rauchen macht auch wieder Spaasss, denn hier gibt es ja nicht die staatlichen Steuerschmarotzer, welche sich mit den Kippensteuern ihre Geldsäcke füllen. Das Essen ist genial halt Thai, aber seit dem Weihnachtsessen graut es mich ein wenig vor der vietnamesischen Küche.
Aber abnehmen ist ja nicht so schlimm.
Irgendwie stelle ich hier immer wieder fest, dass es hier keine hässlichen fetten, dickbäuchigen Menschen gibt vielleicht, sollte man die Deutschen hier-her exportieren, das wäre doch super.
Sind doch Exportnation Nummer 1.

Also bis demnächst aus Laos euer Reisereporter



02. Mail
Hallo Leute,
bin jetzt in Vientiane der Hauptstadt von Laos, wobei Hauptstadt doch maßlos übertrieben ist. Hauptdorf würde ich sagen.
Ist ungefähr so groß wie Treptow und liegt am Mekong, welcher am austrocknen zu sein scheint.

Die Kloster sind fast alle neu erbaut und somit nicht so interessant. Aber hier habe ich den „Arch de Triumph“ gesehen und somit kann ich mir Paris sparen. Hier gibt es lecker indisches Essen und somit ist das auch geklärt.
Die Stadt ist gut per pedes abzulaufen, aber es wird schnell warm.
Somit verbringt man die Mittagshitze entweder in einem Restauratze oder im Internet. Mir geht es also weiterhin bestens.

Morgen geht es nach Norden Luang Prabang und dann wahrscheinlich runter ins Mekongdelta und rüber nach Kambodscha.

Ansonsten ist Laos gegen Thailand ziemlich relaxt. Man kann sich hier selbst in der Hauptstadt erholen.

Also bis demnächst euer Reisereporter


03. Mail
Hallo Leute,
wieder in Vientiane zurück geht es an die wichtigen Sachen, Geld besorgen und die Weiterfahrt organisieren. Fahre heute mit dem Übernachtbus nach Pakse im Süden . Ich werde mich da die nächsten 10 Tage rumtreiben und dann nach Kam-bodscha machen.

Der Norden, soweit wie ich gefahren bin war in Ordnung, bloß halt zu viele Touris. Die Aussies haben Ferien das merkt man hier, so kommt man sich in einigen Orten wie auf Mallorca vor. Biertrinkende Aussiekids, welche mit freiem Oberkörper(natürlich nur die Boys) durch die Strassen ziehen.

Ansonsten sind die Busfahrten recht lange und beschwerlich, da ich für die Busse hier zu lange Gräten habe. Ihr habt Wirbelstürme und bei uns führt der Mekong kaum Wasser, so dass man entweder länger auf dem Boot sitzt oder gar nicht mit dem Boot vorwärts kommt und somit auf den Buss umsteigen muss wie bei mir. Aber es ist ja nur noch eine Strecke und die ist heute.
Ein Glück das ich Mukke bei mir habe, denn dieses asiatische Geplärre geht ganz schön auf die Nerven.

Ansonsten fotografiere ich wie ein Weltmeister und erfreue mich bester Gesund-heit. Somit hoffe ich im Süden endlich mal was anderes zu finden außer irgend welche Wats ( Klöster) neu wie alt in allen Formen und Größen. Habe von den Dingern langsam die Nase voll.
Also einen harten Winter für euch, hoffentlich fängt er bald an.

Bis demnächst euer Reiereporter


04. Mail
Hallo to everybody, wie geht es euch. Ich hoffe immer noch gut. Mir jedenfalls geht es wieder gut. Habe einige Tage mit netten Menschen auf den 4000 Inseln abgehangen, das ist im Süden von Laos und hatte viel Spaaassss.

Bin von dort aus auf dem Ho chi Min Trail nach Kambodscha rüber. Dort habe ich dann die Richtung Nordosten eingeschlagen, zu einem Ort der angeblich einen Nationalpark mit Bären und Tigern haben sollte.
Dort angekommen hatte diese natürlich schon ewig niemand mehr gesehen.
Der Kratersee dort ist meiner Meinung auch Touriverarsche.
Der sieht aus wie die Seen um Berlin rum. Außerdem ist dieser Flecken kein Vulkangebiet, jedenfalls soweit ich weiss, also blieb nur die dreckige in rotem Staub eingehüllte Stadt.

Bin jetzt in Kratie und lasse meinen Reissverschluss reparieren und werde morgen zu den Delphinen rausfahren. Gegen Mitte der Woche werde ich in Phnom Penh aufschlagen und erstmal mit der deutschen Botschaft Kontakt aufnehmen, da mir die Hirnsteine an der Grenze nur ein Visum bis zum Ende des Monats gegeben haben und ich erst ab 1. des nächsten Monats nach Vietnam rein kann. Mal sehen was der Tag Overstay kostet.
Nur Ärger mit den Beamten. Aber egal das Leben geht weiter.

Habe einen alten irischen Hippy als Reisepartner und habe immer wieder viel Spaaasss. Ist ähnlich wie Sean wer diesen kennen gelernt hat, könnte sein Bruder sein, und heißt auch noch Sean.
Lasst euch den Winter nicht so lang werden, denn so viele Alben hat „Dead can Dance“ auch nicht rausgebracht.

Bis denne euer Reisereporter


05. Mail
Hallo, hallo
schöne Grüße aus Angkor Wat oder besser Siem Reap die nächstgelegene Stadt. Angkor Wat ist o.k., aber auch nicht mehr; Ruinen über Ruinen.
Dafür das die Jungs hier 40 $ Eintritt verlangen, ist es eigentlich traurig den weiteren Verfall mitzufinanzieren. Das meiste Geld von den Eintrittsgeldern versickert in privaten Taschen.
So bin ich hier 2 Tage rumgeradelt bei 40 Grad im Schatten und erfreute mich an den anderen Touris, wie sie die völlig überteuerten Preise berappten.
Ist schon o.k., wenn man nicht selber soviel zahlt.

Ansonsten ist die Stadt eine Tourihochburg mit nervenden Allesfahrern. Jeder will nur mein bestes mein Geld. Ich bin hier halt der rennende Dollar.

Aber ein Gutes hat auch eine Tourihochburg, gute Restaurants, so beschloss ich gestern meinen Geburtstag zu feiern, keine Angst ich habe nichts gehabt.
Aber es gab lecker 250g Steak auf Senfweinsauce mit Fritten und als Nachtisch noch ne Pizza und ein Eis.
Für das Geld was ich gelöhnt habe hätte ich normalerweise 4x Essen gehen können. Aber irgendwann hat man die Schnauze voll.
Was tut man nicht alles an seinem Gebu.

Mache morgen dann mit dem Boot weiter, Namen der Stadt habe ich schon wieder vergessen. Ist aber in Richtung Phnom Penh, wo ich auch wieder hin muss.
Denn das ganze Land ist über die Hauptstadt verlinkt. Man kann aber auch nicht alles haben. Werde dann erst einmal an einer Beach verweilen.

Also einen schönen Winter euch allen bis demnächst euer Reisereporter

P.s. Heute jammerte mir ein Typ, einer dieser Allesfahrer, die Ohren voll als ihm 2 Touris, für 2 Tage, 5 $ gaben.
Ein Arbeiter in der Fabrik verdient 50 $ im Monat. Tja, Junge gewöhne dich dran und mach die Preise vorher aus.
Sie sagen dir bei Preisabsprachen oftmals liegt bei dir.
So handhabe ich es auch, gebe ihm halt was, nicht viel aber etwas.


06. Mail
Hallo Leute,
schön das es bei euch kalt geworden ist. Das freut mich richtig, so war das fliehen aus Europa doch richtig.

Bin wieder zurück in Phnom Penh und es wird mir einfach zu warm, fühlt sich an, als wenn man in der Wüste sitzt und auf Regen wartet. Werde mich also morgen auf den Weg zum Strand machen und dort die nächsten 10 Tage abhängen. Schont auch den Geldbeutel.

Ab dem 1. kann ich ja dann auch endlich nach Vietnam rüber. Brauche auch etwas Zeit für den Kopf, denn ich war in den Killig Fields und im S21 und was man da zu sehen bekommt, bedarf etwas Verarbeitungszeit.
Da hat der Onkel Pol Pot ganze Arbeit geleistet.
Unglaublich, denn das ist gar nicht soo lange her. In den Killing Fields war ich mit meinem Iren und der hat dort sogar noch Menschenzähne gefunden
und das ganz ohne zu suchen.

Naja so hab ich etwas zu tun und auch der Körper hat einen rundown, muss wieder hochgepäppelt werden. Die letzten Tage waren wohl etwas viel Bewegung für den alten Mann. Also auf schöne warme Strände und gute Partys.

Bis denne euer Reisereporter


07. Mail
Hallo Leute,
die letzten Tage sind gezählt hier in Kambodscha. Nur noch einen Tag Phnom Penh und dann geht es über das Mekongdelta rüber nach Saigon. Kambodscha war o.k.. In den Nichttouriecken war es ein angenehmes
Land, ansonsten tun die Menschen hier alles für 1 $, aber auch alles.
Mein Land ist es erstmal nicht, aber ein gutes hatte es hier auch, die Ferien-zeit für die Australier ist endlich zu Ende und sie sind wieder nach Hause.
So waren die anderen Touris, auch angenehmer und man hatte viel Spaaasss miteinander. Die Aussis benehmen sich hier wie die Deutschen auf Mallorca.

Habe schon gehört das Vietnam noch $ Stressiger sein soll. Somit kann es sein das ich schneller in China bin als gedacht.
Muss halt bloß noch ein wenig wärmer werden.

Ansonsten war ich heute in Phnom Penh shoppen, war wieder lustig auf dem Markt und der Onkel Brille ist kein angenehmer Verhandlungspartner.
Habe meinen Kleiderschrank wieder aufgefüllt und kann jetzt getrost weiter.
War bei meiner Größe wieder lustig, aber auch anstrengend. Der Verschleiss ist doch recht groß und abnehmen tue ich anscheinend auch wieder.

Also genießt den Frühling und bis demnächst euer Reisereporter


08. Mail
Hallo Leute,
hier mal wieder was neues von dem Reisereporter. Habe dann endlich Kambodscha verlassen können und bin an der Grenze noch mal richtig viel Geld los geworden. Das waren dann 5 $ für den einen Tag Overstay, aber dann noch 30 $ angebliche Tax. Das wären dann ca. 600%.
Ich denke das war ein ripp off, aber was will man machen.

Die Einreise nach Vietnam war dann gleich mit automatischer Messung der Körper-temperatur, für etwaige Quarantänefälle. Scheine nichts zu haben, denn sie haben mich reingelassen.
Bin jetzt mit der 4 Tagetour zwischen Mekongdelta und Saigon unterwegs.
Bis jetzt gefällt es mir hier gut. Es ist verdammt sauber, aber auch recht laut.

Das Essen ist besser als nach dem Weihnachtsessen beim Vietnamesen erwartet. Ich dachte schon ich muss Hungern. Das Essen ist aber recht fad.
Aber dafür haben sie hier in den Restaurants alles was kreucht und fleucht.
Im letzten Hotelrestaurant rannten sogar Schlangen im Terrarium rum.
Man kann ihnen erstmal noch einen Namen geben, dann mit Knoblauch füttern und dann landet sie als Knofischlange in der Pfanne.

Die Währung ist hier auch witzig, heisst Dong. Habe meine kleinen Noten Ding und die großen Dong getauft. So habe ich immer ein Portemonnaie voll Ding Dong. Heute habe ich sogar einen Fernseher auf Zimmer. Nachrichten habe ich schon geschaut erinnern mich stark an die „Aktuelle Kamera“.
Ansonsten bin ich bis jetzt positiv überrascht, gegenüber dem was ich bis jetzt gehört hatte, war nicht so viel gutes bei.
Aber ich bin ja noch von den Touriecken entfernt. Mal sehen was noch kommt.

Noch was gutes ist hier das Internet kostet gerade mal 10 ct pro Stunde, so kann ich euch öfters auf den Keks gehen.
Also falls Ihr keinen Bock mehr auf die Post habt einfach wegschmeißen.
Also bis demnächst euer fliegender oder besser Bus fahrender Reporter


09. Mail
Hallo Ihr Lieben,
bin jetzt in Hoi An angekommen und habe einige Tage in Mui Ne mit den Sanddünen zugebracht und bin dann in Nha Trang angekommen.
Aber das ist so ähnlich wie Warnemünde bloß hässlicher und da bin ich dann gleich weiter. Wurde aber von einer Nutte gefragt, ob ich möchte und als ich sie fragte; wie viel sie zahlen würde fand sie das nicht mehr so lustig.
Ich habe dann lieber meine Beine in die Hand genommen.
Vietnam ist gar nicht sooo übel wie vorher von Leuten berichtet, klar sie labern einen hier viel voll und wollen einem was vertickern.
Aber einfach ignorieren wirkt oftmals Wunder.

Aber manchmal schaue ich einfach auf die Erde und denke Mensch hoffentlich labern dich die Steine nicht auch noch voll.

Mit den Hotels ist es hier auch immer lustig, die sind hier im Vergleich zu dem Rest Asiens recht teuer, und so muss der Onkel Brille ständig handeln und siehe da er bekommt immer die tiefsten Preise, wenn ich andere aus dem Bus wieder-treffe sind sie immer völlig fertig für 10 $ untergekommen und ich für 6 $.
Die Hotels sind hier ständig die gleichen, hast du eines gesehen kennst du alle, somit ist hier nur die Preisdifferenz ausschlaggebend.

Was ich hier aber immer noch vermisse, sind die angeblichen Traumstrände, für welche Vietnam berühmt ist, immer das gleiche Sand und Wasser, aber bis jetzt noch nichts spektakuläres. Naja werde dann doch lieber in die Berge machen.

Bei der Nachtfahrt heute von Nha Trang nach Hoi An, saß ein alter Mann neben mir der nicht nur geschnarcht hat, sondern er hat mir auch noch ein paar Flöhe übergeholfen und die Bisse jucken. Hoffe doch das ich die wieder los werde, obwohl wenn nicht kann ich vielleicht schneller Harz 4 beantragen und bekomme vielleicht noch bessere Konditionen.
War ein Witz, sorry.

Also lasst es euch gut gehen werde, jetzt in die Stadt machen und bis
demnächst euer Reisereporter


10. Mail
Hallo Leutchen,
was macht das Leben in Deutschland. Ich glaube Ihr habt gerade besseres Wetter als ich hier. Ich bin aus Hanoi geflüchtet und mit dem Nachtzug nach Sapa gefahren. Sapa liegt kurz vor der Grenze nach China und ist bekannt als Trekkinggebiet.
Zum Trekken wäre aber gutes Wetter schön und an dem mangelt es ein wenig.
Doch ich werde dann trotzdem irgendwann mal losmachen. Ich muss mir ja mal die Bergdörfer hier anschauen, von der Landschaft wird wohl nicht viel übrig
bleiben.

Hanoi selber ist glaube ich die schlimmste Stadt Vietnams laut und ständig wird man von irgendwelchen Leuten mit ihren 2 Sätzen Englisch vollgelabert was, am Schluss immer in einem Verkaufsgespräch endet.
Die sind wie unsere Versicherungsvertreter.
Das organisieren des Mongolei Visas hat auch nicht geklappt, denn die Botschaft hat nur Dienstag und Donnerstag offen.
In meinem nächsten Leben möchte ich Botschafter der Mongolei, speziell für die Visaabteilung werden.
So werde ich dann das Visa doch in Peking klarmachen.

Ansonsten liegt jetzt ein drittel der Strecke hinter mir und man hat wieder viel gesehen und gelernt. So zum Beispiel das unsere alten sozialistischen Freunde schwer auf Geld aus sind und die neue Wirtschaftsordnung, wie immer man sie nennen mag, schwer auf Egoismus aus ist und die schwächsten vor allen Dingen Bauern auf der Strecke bleiben werden.
Somit wird auch wieder Kultur verloren gehen.

Viele Hotels werden gebaut um noch mehr Touris durch das Land zu zerren und die Preise werden weiterhin stark ansteigen, was man in Vietnam, am besten mitbe-kommt und das müssen dann auch die Menschen hier bezahlen.

Aber egal komme hier eh nicht mehr vorbei, zu viele Heiratsangebote und das ständige Körbe verteilen wird langsam langweilig.

Na gut dann lasst es euch mal gut gehen in euren warmen Gefilden aus dem winter-lichen Vietnam grüßt der Reisereporter.


Die Sonne kommt gerade raus, so werde ich mir mal den Spaaassss auf dem Markt gönnen und die Verkäufer auf die anderen Touris hetzen.


11. Mail
Hallo Leute ,
schöne Grüße aus China Kumning. Endlich wieder in der Sonne zurück. Sapa war lustig, aber ewig in Wolken und Nebel verhangen .
Kam mir schon vor wie ein Grufti. Somit bin ich gestern dann nach China rüber und habe erstmal viel Spaaaassss an der Grenze gehabt.

Die Chinesen haben ewig meinen Pass getestet und mich beobachtet. Ich kam mir vor wie ein Verbrecher, Deutscher halt. Mein Multiple Visa ist jetzt nur noch ein 90 Tage Visum und somit weiss ich noch nicht wie ich zurückkommen werde, denn es führen viele Wege nach Deutschland. Überlege mit der Transib nach Moskau durchzuziehen, bräuchte da aber eine Adresse zum Übernachten, denn Moskau ist scheisse teuer vielleicht kann mir ja da einer von euch helfen.

Ansosnsten ist China, wenn man mal von den Busstrecken 12 Stunden und den ewigen Geräuschen der Chinesen absieht recht cool. Die Outdoor-shops bin ich erstmal abgelaufen und die haben das selbe Zeug wie bei Globetrotter für ein drittel des Geldes. Klar stellen ja alles hier her.

Der Bustrip gestern war die Härte, 12 h zwischen rülpsenden, furzenden und anderweitige Geräusche produzierenden Chinesen.
Der Bus stank nach Tod, halt nach Erde und der schleppte sich von der Grenze, die ca. 400 km mit im Durchschnitt 25 km h, nach Kumming. Angehalten wird hier nicht nur, wenn der Bus Benzin braucht und wenn du Glück hast findest du ein einigermaßen vernünftiges Klo und was zu Essen.
So schob ich den ganzen Tag Knast und kam dann 1 Uhr Nachts in Kumning an und das ist ja immer eine Superzeit. Aber ich fand wie hier üblich ein Nobelhotel mit einem Hostel und habe jetzt einen 4 Mann Dorm für 3 Eus, das ist o.k. Essen kostet hier nicht viel und man bekommt hier alles für wenig Geld. Die Chinesen sind ja dafür bekannt, das sie alles Essen was 4 Beine hat, Tische und Stühle ausgenommen.

Mit der Sprache ist auch recht witzig. Nichts, aber auch gar nichts in Englisch und sprechen tun es auch die wenigsten Chinesen. Werde wohl Mandarin studieren müssen um vorwärts zu kommen, aber es hat auch einen Vorteil sie labern dich hier nicht ewig voll.

Jetzt muss ich mal meine Strecke planen, um nicht so viel auf den Bussen und Zügen zu verbringen, denn zweitere sind recht teuer.
Also bis denne euer Reisereporter


12. Mail
Hallöle,
und vor allem viel Spaaassss beim Eier suchen.
Bin jetzt in Dali, hat aber nichts mit dem Maler zu tun. War die letzten 3 Tage trecken und es war genial. Immer entlang am Yangtse. dem mit größtem Fluss hier.
Der erste Tag war hart, denn es ging immer nur Bergauf und es wollte einfach kein Ende nehmen. Bis 3200 m und dann endlich Abstieg.
Es wurde Zeit denn die Luft wurde langsam dünn, aber da helfen ja Zigaretten immer bestens.
Das beste war eigentlich, oder ist es immer noch das Wetter, herrlichster Sonnenschein 25 - 30 Grad, da macht doch das wandern Spaasss und kein Mensch geht dir auf den Keks.

Dann war ich zurück in Lijiang und siehe da, da waren sie wieder die chine-sischen Tourimassen und die paar aus dem Westen. Lijiang ist eine alte Stadt und man kommt sich vor, wie in einem Irrgarten und darin die chinesischen Tourimassen bis die Stadt platzt.
Darin sollte ich mich vorwärts bewegen, zwischen all den shoppenden Familien.
Ich entwickelte mich zum Rugbyspieler und bahnte mir den Weg, denn in China wird man dazu erzogen sich zu nehmen was man will und meistens nicht nachzugeben.

So bin ich aus Lijiang geflüchtet und runter nach Dali, was aber auch nicht viel besser ist. Aber hier ist die Umgebung besser.

Jedenfalls ist China bemerkenswert, die scheinen hier ständig am bauen und wuseln alle wie ein Ameisenhaufen. Die Lonely Planet Karten kannste alle vergessen., Die letzte Auflage ist schon veraltet. Wo ein Outdoorshop sein sollte, ist eine Parkanlage.

Was ein bisschen nervt, dass die hier ja nun fast gar kein Englisch mehr
sprechen und so heisst es immer wieder durchwuseln und das heißt wieder, dass man öfters mal längere Strecken in Kauf nehmen muss.

Der Hammer sind aber die Eintrittspreise fängt bei 5 Eus an und hört bei 25 auf.

Essen im Restauratze ist von den Preisen super billig ein Mc doof Menü kostet 1,5 Eus und ein richtiges Steak oder ne Pizze 2 Eus, das Zimmer im Superdorm ist 2-3 Eus. Hier wird es aber zu den hin Touriecken teurer.

Es lässt sich hier aushalten und ein Vorteil hat das wenige Englisch auch dir geht keiner auf den Keks und man kann machen was man will.

Unter den Backpackern ist ein Wettstreit ausgebrochen, wie man denn die Chinesen und ihre Umgangsformen schocken könnte. Bisher war popeln, den rollen und anschauen noch nicht so beachtet, fast normal hier.

Aber es ist ja bald Olympiade hier und vielleicht entsteht ja eine neue Olympische Disziplin „Schock the Chinese“.

Also bis denne euer Reisereporter


13. Mail
Hallo Leute,
schöne Grüße aus Kumming. Bin jetzt das 3. x hier und es ist das erste mal, dass es hier regnet. War mal wieder zurück zur vietnamesischen Grenze gefahren, weil es dort riesige Reisterrassen gibt. Genial anzu-schauen, Berge über Berge und alle stufenweise abgetragen und zur Bepflanzung freiggegeben.
Manchmal frage ich mich, wie die Bauern dahin kraxeln, ohne Baude auf dem Weg macht das doch keinen Spaaassss.
Das Wetter tat sein übriges. Es war eher Glückssache einen freien Blick auf die 1000 Jahre alten Terrassen zu bekommen, aber wir hatten es manchmal und so hoffe ich vernünftige Bilder zu haben.

Diese Ecke war Touristisch eher unterentwickelt, daran werden die Chinesen wohl noch arbeiten. Da bin ich mir sicher. So verbrachte ich de Nächte im Government Hotel und das war das dreckigste staatliche Hotel, was ich je in einem Land gesehen habe.
Ein Dreckloch über alles, aber einen Fernseher auf dem Zimmer. Dazu noch die chinesischen Lamas immer am rumaulen und Dreck produzieren.

Bin gespannt darauf, wenn die ersten chinessichen Touristenhorden in Europa einfallen, speziell wenn sie in den noblen Hotels einquartiert werden, und dann auf die noblen Perser aulen.
Wird bestimmt lustig, speziell für ein 5 Sterne Restaurant, wenn alles nicht essbare unter dem Tisch landet.

Somit trieb mich der ewige Nebel und die Unterkunft dann wieder zurück in die Zivilisation nach Kumming.
Habe aber viel Spaaaasss mit einem belgischen Fotografen gehabt.

In diesem Ort gab es nur chinesische Küche und das ist ein Abenteuer für sich. So bekam ich einiges zu probieren, was lecker war, aber auch einiges was selbst mir im Hals stecken blieb.
Unglaublich was die hier alles essen, manchmal brauchte ich ein ganzes Glas Cola oder Tee um es hinunter bringen zu können.

Einmal fand ich ein besseres Restaurant und bestellte Kaffee und eine Tomaten-suppe.
Der Kaffee war o.k., aber die Portion Suppe war wohl eher für 25 Personen.
Die brachten eine Schüssel mit glaube ich 2 Liter Suppe.
Es kostet zwar nur 80 ct, aber wer soll das essen. Es sollte doch nur etwas
Frühstück sein.

Die Chinesen sind doch die Werkstube der Welt und rücken immer weiter zur Weltspitze auf, aber die Busstops sind immer die interessantesten. Man findet da noch Klos aus dem Mittelalter und man versucht es sich bei dem Anblick automatisch zu verkneifen, wenn man die sieht.
Wie sagt doch der Engländer so schön „shitholes“ und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Viel Spaaasss für Olympia.

Aber man fühlt sich sicher in China, jedes Busticket mit Versicherung, welche im Wert von ca. 1000 Eus covert und wenn man zur Reception geht und mit den Receptionistinnen zu tun hat, fühlt man sich auf alle Fälle polizeilich gut aufgehoben. Die kennen meinen Pass besser als ich und ich glaube sogar sie kennen mich besser als ich selbst.
Da hätte selbst die Stasi noch lernen können.

Weiss ja nicht ob ich mittlerweile paranoid bin, aber einige Dinge laufen
manchmal komisch.

Doch jetzt Schluss das Bett ruft, es schreit förmlich nach mir.

Somit verbleibe ich mit maoistischem Gruß euer Reisereporter

P.S. Kommen die Postkarten eigentlich so nach und nach an?


14. Mail
Hallo Leute,
schöne Grüsse aus Sichuan.

Nachdem das Wetter in Yunnan immer schlechter wurde, bin ich dann mit dem Zug. von Kumming, nach Chengdu. Nur 18 h im Schlafwagen und ich war mal wieder positiv überrascht. Die Klos hatten Türen die zwar nicht immer zu waren, aber damit kann man schon mal Leben, denn sie hatten wenigstens eine.

Die Fahrt war o,k, dank meiner Ohrblocker konnte ich schlafen und ich schlief wie der kleine Prinz.

Laut Lonely Planet soll das eine der schönsten Bahnstrecken Chinas sein, aber ich sah nur Tunnel und kam mir manchmal vor wie in der Bärliner U- Bahn. Landschaft war nicht allzu viel. Aber egal jetzt ist es wenigstens wieder warm.

Ansonsten ist Chengdu aber eine chinesische Stadt wie ich sie mir vorgestellt habe, die Abgase lassen einem nicht viel sehen und die Shirts die man morgens anzieht stinken abends nach den Autoabgasen.

Wenn man sich vorstellt das noch nicht alle Chinesen Auto fahren, lässt mich das schlimmes erahnen. Das kann noch heiter werden. Aber Peking soll noch schlimmer sein, somit schaue ich nach vorn um meiner Lunge mal richtig was zu gönnen.
2 Wochen vor der Olympiade, wollen sie in Peking die ganze Industrie abstellen, also deckt euch nochmal mit Klamotten ein denn es könnte in unserer Welt wärend dieser Zeit zu Engpässen kommen.

Bin dann in Chengdu im „Panda Researchcenter“ gewesen, habe vorher noch gefragt ob es ein Zoo sei. Nein, war dann die Antwort und was war es dann ein Pandazoo für die lauffaulen Chinesen. Die versuchen die Pandas hier nicht für die Aus-setzung zu trainieren, sondern halten diese für ihre Leute, damit die mal welche sehen ohne sich bewegen zu müssen.

Normalerweise Leben Pandas ja, je nach Temperatur in verschiedenen Höhenlagen, da es diese aber hier nicht gibt haben die einfach Klimaanlagen in die Höhlen eingebaut.
So haben die Pandas ein 5 Sterne Hotel.

Ich bin jetzt im Norden von Chengdu, werde dann rüber zu einem Grasland machen und dann zum Wolong- Nationalpark in der Hoffnung Pandas zu sehen, welche nicht im Gehege gehalten werden.
Dann wieder nach Chengdu zurück um nach Lhasa zu fliegen. Hoffentlich ist da die Luft besser.

Also lasst es euch gut gehen bis demnächst euer Reisereporter


15. Mail
Hallo Leute,
jetzt war ich eine Woche in Sichuan unterwegs. Ich bin von Chengdu nach Kanding und habe dort einige Tibetische Klöster besucht. Doch die Stadt war mir zu laut ständig hupende Taxis und zu viele Chinesen.

So bin ich weiter über hohe Pässe, natürlich mit dem Auto und lies dann für eine geplante Fotosession bei einer Stupa mit viel Schnee im Hintergrund anhalten.

Doch lange sollte die Session nicht anhalten, denn Onkel Brille ist aus dem warmen Kanding mit Sandalen und leicht bekleidet los.
So begann er schnell zu frieren, und knipste wie es die Japaner normaler-weise tun. Alles schnell auf Film gebannt, rannte ich zitternd zum Auto zurück.
Dort war es verhältnismäßig warm, jedenfalls wärmer als draussen auf
dem 4500 m hohen Pass.

So ging es dann weiter und wir landeten in Tanning und es war wie in dem Ami-schinken „Sieben Jahre Tibet“. Ein Kloster in der Mitte des Dorfes mit Gebetsmühlen ringsherum, um welche die Tibeter ihre Runden drehten. Mönche grüßten mich wegen meines vollen Haares, das mich so aussehen ließ wie sie.
Es gab Buttertee der so schmeckt wie Champignoncremesuppe, ohne Champigeschmack. Ist aber gut gegen aufgesprungene Lippen, braucht man kein Lippenbalsam.

So verging der erste Tag mit Rundgängen und der nächste Morgen sollte furchtbar sein. Ich fühlte mich und mit den anderen, die mit mir angekommen waren wie nach einer Silberlindenparty. Der Schädel brummte, der Magen pumpte.
Die 3700 m schienen uns schlecht zu bekommen. Jasmintee brachte Erfolg und so lief ich los die Umgegend zu erkunden.
Ich erklomm einen Berg und da war es das Paradies. Weiße Riesen ergaben den Hintergrund, davor viele Hügel mit Grasland geschmückt und darin Yak und Yeti, sorry Pferde.
Einfach ein genialer Anblick und bei Joy Division und Trockenfleisch war die Abrundung des ganzen erreicht.

Den nächsten Tag machte ich los nach Demba, einen eher chinesischen Ort zurück in der Realität. Meine Kanadierinnen fuhren ab und ich lernte gleich darauf ein chinesisches Pärchen kennen, welche mich zur Erkundung der Umgegend einluden. So schleppten sie mich bergauf bergab, von einem tibetischen Dorf zum nächsten. Wir besuchten die Leute unterhielten uns mit ihnen, besser gesagt sie und sie übersetzten es mir.
Abends luden sie mich noch zum Dinner ein und danach ging es noch zum Dorftanz. Ne nicht was Ihr denkt, die machen hier Sport durch Tanz jeden Abend tanzen sie ihre alten Tänze.

Jetzt bin ich wieder in Chengdu zurück, weil die Straßenbauarbeiten die Strecke zu den Pandas nur durch Charter passierbar machten und habe heute erstmal tibe-tische Kräuter gegen die Höhenkrankheit gekauft.
Denn morgen geht es schon wieder raus aus dem Moloch von Chengdu, nach Nordwestsichuan wo die zwei schönsten Nationalparks Chinas sind. Wenn es nach den Eintrittspreisen geht; dann müssen sie es sein 20-30 Eus pro Tag.
Die Höhe muss bei 4000-5000 m sein. Hoffentlich ohne Probleme, ich habe ja das Wundermittel von meinem chinesischen Pärchen.

Doch wir lassen uns das Reisen nicht vermiesen, ich liebe China und werde Yunnan und Sichuan bestimmt nochmal besuchen. Ich werde dann aber in Kumming Chinesisch lernen.
Cooles Land menschlich aber vor allen Landschaftlich

Also dann bis demnächst euer Reisereporter


16. Mail
Hallo Leute,
Chinese müsste man sein. Die haben hier jetzt eine Woche staatlich verordneten Urlaub. Das lässt mich vor der nächsten Woche graulen, denn dann scheinen hier 1,3 Milliarden Chinesen unterwegs zu sein.

Bin aus dem NW Sichuans zurück und war im Jiuzhaigou Nature Reserve unterwegs. Der Eintrittspreis war mal wieder beachtliche 30 EUS und wenn man das mal auf die Chinesen hochrechnet die jährlich durch diesen Park gezerrt werden, dann sind das jährlich Milliarden die hier eingenommen werden. Ich überlege hier einen Nationalpark zu eröffnen und an die Börse zu gehen, dann kann ich mich beruhigt zurücklegen.

Der Nationalpark ist einer der schönsten Chinas, er liegt in 2000-3000 m Höhe und ähnelt Werbefotos von kanadischen Reiseprospekten, bloß das die Natur hier nicht wie die Fotos meist nachbearbeitet wurden.

Die Seen klar mit türkisem Wasser gefüllt und darin alte Baumstämme, die das Korallenriff ersetzen. Schnorcheln möglich denke ich, könnte bloß etwas frisch sein.

Der Park und seine Landschaft war super, wenn bloß die Wanderwege besser, oder soll ich eher schlechter wären meinen.
Man lief die ganze Zeit auf Planken wie bei einem Naturlehrpfad am Müggelsee. Darauf Millionen von Chinesen laut krakeelend und sich freuend.
Irgendwie spaasssig irgendwie traurig, wenn man bedenkt, dass das ein Nationalpark ist.

Wenn ich mir vorstelle das die Jungs mal nach Afrika machen und ich die auf einer Safari dabei habe, dann würde ich sagen jaa da gehts lang, immer gerade aus und klar kannst du den Löwen streicheln, ist doch bloss ne Mietze.

Dann wollten wir zum nächsten NP zum Huanglong, der liegt 4000 m hoch aber die Region war nur mit Wolken verhangen, so dass ich mir dies geklemmt habe, es wären wieder 30 Eus gewesen und es hätte keine Bilder gebracht.

So wartete ich und beobachtete die chinesischen Touribusse, die stiegen echt in T-Shirt aus und froren sich den Arsch ab, manche sahen von der Ausrüstung eher aus als würden sie sich auf eine Hochalpinexpedition begeben und das in einem chinesischen NP.

So bin ich dann weiter nach Sangpin und habe mich dort erstmal erholt, es liegt tiefer und ist etwas wärmer. Irgendwie habe ich mir ne mächtige Erkältung eingefangen und bin jetzt in Chengdu zurück, am auskurieren. Tut ganz schön aua, aber wird besser.
Habe ja alles bei und Doxy tut den Rest.

Montag geht es dann nach Lhasa. Das Wetter ist laut online Wetter gut sonnig 17 Grad, hoffen wir das es so bleibt.

Genießt die Tage, ich habe jetzt 10 Tage frei und verbleibe euer Reisereporter


17. Mail
Hallo Leutchen,
endlich ist es wieder warm.
In Lhasa von Chengdu aus eingeflogen und nach anfänglichen Startproblemen mit der Reiseagentur tummeln wir uns jetzt in Tibet rum. Die Höhe wo wir uns bewegen, ist 3700- 5200 m und das ohne bisherige Vorkommnisse. Sebastian mein zur zeitiger Reisepartner ist angenehm und hat auch alles mitgebracht was ich brauchte.

Vor allendingen die Filme sind wichtig. Danke nochmals an die Hilfe der Leute, die das in Deutschland organisiert haben. Doch das schönste war die Schoki ganze 300 Gramm Milka und die hielt natürlich nicht lange.

Das gute ist, dass das Wetter mitspielt und das ist für Foto und Seele am besten. Ansonsten gibt es viele Tempel und Tibeter, doch leider Gottes auch verdammt viele Chinesen.

Der Potala war o.k. aber nicht so berauschend . Da hat man nur 1 h Zeit sich das anzuschauen und bekommt eine Flut von Informationen.
Ich persönlich fand das Kumbum Kloster besser und es kostete nur den halben
Preis.

Jedenfalls gibt es hier viele Infos in den Klöstern und man wird mit Namen von buddhistischen Gottheiten überflutet. warum können die nicht einfach Kalle und Manne heißen.

Die Landschaft ist noch nicht soooo berauschend, aber das geht hinter
Shigatse los , wenn die 8000 er kommen. Bis jetzt war nur der Yamdrok Tso als Bergsee interessant und ein Gletscher den es bald auch nicht mehr geben wird.

Ansonsten fährt man hier durch eine Hochgebirgswüste und somit kargem Land.
Ab und zu mal ein paar weiße Riesen auf der Strecke und dann wieder karges Land. Joy Division und Dead can Dance lassen grüßen. Shigatse ist ein Moloch und bis auf das Potala 2 denke ich nicht sehenswert.

Das spaßigste unseres Touroperators ist eigentlich, das wir preiswerte Hotels abgesprochen hatten und immer in den teuersten der jeweiligen Ortschaft landen. Solche Zimmer würde ich normalerweise nie nehmen. Die sind bei 2 Übernachtungen mein Wochenbudget. Somit habe ich in den Bunkern viel Spaaaas .
Heute gab es nach einigen Monaten die ersten gekochten Eier und das ist die Übernachtung schon mal wert. So einfach kann man glücklich sein.

In Tibet bauen die Chinesen wie die Weltmeister und ich denke, dass das
Disneyland auf Tibetisch mit der Seilbahn zum Everest bald fertig sein wird.

Somit verbleibe ich mit einem kommunistischen Nie Hau bis denne euer Reisereporter


18. Mail
Hallo Leutchen,
ich hoffe es geht immer noch gut in old Germany, oder wo Ihr halt gerade seit.

Sind gerade vom Everest Nationalpark zurück nach Shigatse, dem Dreckloch Tibets. Endlich wieder Abgase fressen, aber die Unterkunft natürlich wieder
3 Sterne entschädigt.
Abends bimmelt das Telefon gegen halb 11 und da wird noch mal wegen einer
Massage nachgefragt. Massage und mehr das ist garantiert.
Auf der Karte im Zimmer wird der Dry Blow für 10 Yuan also 1 Eu angeboten, was immer das ist?

Ansonsten war der Everest Np sehenswert, aber leider hat die Plakataktion der Amis für ein Free Tibet und der Fackellauf für Olympia der über Tibet, zur besseren Darstellung der Beziehungen China und Tibet das Militär dort aufgerufen und ein trekken zu den Gletschern verhindert. Anstatt die bekloppten Amis mal vor ihrer Haustür kehren, ich sage nur Free Iraq währe besser.

Somit war dann der Everest mit einem Tag erledigt, aber er zeigte sich in seiner Pracht und das Wetter war gut oder gar bestens.
Der Sonnenuntergang färbte den 8848 m hohen Riesen Gold und da lacht doch der Frank.
Keine Wolke an der Spitze. Doch der Weg zum Basecamp war hart.
Es ging eigentlich nur von 5000 m auf 5200 m und der Weg waren gerade mal 6 km, doch es waren viele Pausen nötig und die Kippe immer am Mann.
Am Everest Basecamp haben wir dann die Tibetischen Gebetsfahnen aufgehangen und hoffen das sie euch Glück bringen.
Die wehen da jetzt im Wind bis sie abfallen.
Saukalt war es dort oben und der Wind blies mir das Hirn trocken.

Eigentlich wollten wir dann zum Nam tso ( Lake), aber eine Änderung der Tour ist eigentlich nur ein kleiner Umweg von 150 km, doch die tibetischen Regu-lierungen erlauben diese Streckenänderung nicht und somit kam es zu der Formulierung: „Des höchsten Knastes der Welt“.

Spontanität ist hier staatlich verboten und somit ist das nicht wirklich mein Ding.
Doch ein Glück habe ich eine gute Crew verordnet bekommen und das erleichtert einiges für mich.
Spaaaasssss in China verboten macht vieles für mich leichter.

Jetzt sind wir wieder in Shigatse, der Stadt mit dem Panchen Lama dem 2 höchsten Lama des Tibetanischen Buddhismus.
Da waren wir dann im Kloster, hier erzählte uns unser Guide die chinesisch, kommunistische Version zu dieser Person und beim Nachlesen im Guidebook und beim Nachschlagen in Wikipedia, die in China verbotene Seite, gab es dann die Originalversion.

Unser Guide sagte das der 19 jährige in Peking wohnt, doch die Familie ist in Peking unter Hausarrest und der Chinesisch eingesetzte hat seinen Spaaassss.
Jedenfalls ist das tibetische Original der jüngste Gefangene der Welt.
Der Panchen Lama als die 2 höchste Obrigkeit legt die Reinkarnation nach dem Tod des Dalai Lamas fest.
Spaaasss ist hier in unserem China und manchmal leiden wir an Paranoia; doch die ist uns ja als Ostler lieb und teuer.

Im Internetcafe stehen oft komische Personen hinter uns speziell, wenn man die vielen in China verbotenen Seiten aufsucht.
Sebastian mein treuer und lustiger Reisepartner hat einen Spiegel bauen lassen, so dass wir die nicht staatstreuen Infos; über einige Sachen bekommen können. Doch besser ist es ohne Uniformierte im Rücken.

In den Nobelbunkern in denen wir hier hausen, habe ich den Uniformierten auch schon lustigere Grüße abgerungen, als nur die dumme Hand an der Mütze.

Shigatse ist eine Reise wert, viele Puffs und junge Mädels auf der Strasse,
ansonsten nicht viel vom Klischee Tibet.

Fakt ist aber das Tibet die ärmste Region Chinas ist, doch der Staat arbeitet am Disneyland und wird sein Geld hier machen, denn es ist schön hier außerhalb der Städte.
Weites Land, hohe Berge und nette Tibeter, solange sie nicht das Parteibuch unterm Arm tragen.
Halt wie im Osten früher bloß das es hier noch keine Punkbands gibt.

Somit sind wir jetzt wieder in Lhasa. Morgen gehts zum Abschiedstrinken zu unserem Fahrer nach Hause, dann noch einen Tag auskomern und Dienstag geht es mit der Bimmelbahn nach Peking, in die halbwegs normale Welt und in den Moloch der Großstadt.
Das Wetter in Tibet wird eh schlechter und heute haben wir einen riesigen Militärkonvoi gesehen. Ich denke es gibt Krieg.

Also dann lasst es euch mal gut gehen und bleibt sauber bis bald der
Reisereporter


19. Mail
Hallo Leutchen,
schöne Grüße aus Peking. Habe dann Tibet mit der Bahn verlassen, den ersten Tag war es auch noch lustig im Zug, aber der zweite wurde dann langweilig.
Hat mich aber vom Service stark an meine Bahnfahrten in der alten guten DDR erinnert.
Sollte 1.Klasse sein, war es auch, aber die Kunden die da eigentlich arbeiten sollen haben die 2 Tage nur abgehangen und kurz vor Peking wurde dann endlich mal sauber gemacht, damit sie die Jahresendprämie und das Schild für schöner unsere Züge und Abteile erhalten und damit wieder eine Stufe höher in der Maoliste steigen.

Jetzt sind wir in Peking angekommen, die Dunstglocke wacht über der Stadt . Wenn ich dachte, dass die Menschen in den anderen Teilen Chinas wenig Englisch sprechen, so ist das hier der Hammer schlechthin.
Ich würde sagen das Peking die Anhäufung der dümmsten Chinesen in ganz China
ist.
Die treiben mich hier zum Wahnsinn. Hier merkt man, das ausländische Touris hier nicht interessieren, mit den Englischkenntnissen wird Olympia garantiert lustig,.
Ich wünsche den Teams viel Spaaasss.

Von Lhasa angekommen sind wir mit dem Stadtbus zum Tiananmen-Square .
Das einsteigen war lustig. Eigentlich ist der Donnerstag der ordentlich anstellen Lerntag, aber das betreten des Busses war dann der POGO schlechthin. Somit hatte ich meinen Spaaasss.
Ich drängte die Quertreiber von den Seiten weg, kam zur Tür und ließ erstmal die ordentlich anstehenden Menschen ein und wartete auf Sebastian.
Ein älteres Herrchen schob und drängelte von hinten.
Doch ich ließ auch ihn irgendwann rein. Der wetterte dann mit seinen Genossen gegen mich. Naja so hat hier jeder sein Brot zu tragen.

Wir rannten dann die nächsten 2 Tage hier durch die Gegend, da die Travelagents der Hotels hier richtig fehl am Platz sind und siehe da wir erreichten nichts.
Der Internationale Fahrkartenschalter im 5 Sterne Bunker erwies sich als Mafiastützpunkt, der die Tickets an Kollektive und ausgesuchte Genossen verscherbelt.
Somit fahren wir dann mit dem Nachtbus zur Grenze und dann mit dem Zug von dort nach Ulan Bator.

So jetzt werden wir mal mit dem Sightseeing anfangen und durch das verrußte Peking schlendern.
Das Bier ist hier lecker und somit lässt es sich hier aushalten und ertragen. Mal sehen wann wir die Spaaasssgrenze erreichen und zur ersten Politdiskussion eingeladen werden, die dann hoffentlich nicht im Knast endet oder war Mao ein Anarchist.

Also bis denne euer maoistisch deprimierter Reisereporter


20. Mail
Hallo Ihr Lieben,
ich hoffe doch das das Wetter einigermaßen ist.
Soll ja Unwetter in old Germany geben. Das ist der Untergang für das neue deutsche Reich, was ja auch nicht schlimm ist, denn die Stimmung ist doch gut oder?

Sind dann nach einer Woche Peking und dem erhaltenen Mongoleivisum endlich los.
Die letzten Tage waren dann alleine vom Wetter nicht mehr so toll.
Zu einen goss es eimerweise und am nächsten Tag war es dann ewig heiß und die Luft war einzigartig.
Zu Ostzeiten wäre Peking ein Luftkurort geworden. Die Smogglocke hing tief. Viel Spaß unseren Sportlern, und gute Rekorde ums Lungenzerreissen.

Habe dann am Tiananmen- Square die Olympiauhr gefunden und umgetauft.
Das gute Stück läuft rückwärts, genauso wie die Zeit Englisch zu lernen.
Aber irgendwie hat die Stadt was; man mag sie wenn man einfach nur in ihr rumläuft, lernt sie aber schnell hassen, wenn man was bestimmtes sucht oder organisieren muss.
Dann ist hier richtig Spaaasss angesagt.
Aber wir durften auch denn Anstellllerntag unserer chinesischen Freunde und Genossen miterleben, ja Donnerstag wird geprobt.
Das klappt sogar bis auf einige Querulanten, die man mal anbrüllen muss, aber dann verpissen auch die sich nach hinten.

Haben dann nach der Visaerteilung, gleich den Nachtbus, also den Schlafbus nach Erenhot an der mongolischen Grenze genommen.
Der Bus war witzig, anstatt der Sitze sind da Doppelstockbetten drin.
Man fährt liegend durch Peking und später durch China.
Wenn die Geräuschkulisse besser wäre, könnte man die Idee einfach als genial empfinden. Aber in unserem Bus dachte ich immer da krepieren welche und überstehen die Fahrt nicht.

Dicke Matroschkas mit viel Übergepäck mussten auch noch eingeladen werden, so dass sich die Abfahrtszeit nun um einiges verzögerte, denn das Einladen wurde als Kollektiv erledigt.
Genossen helfen sich ja schließlich.

Irgendwann morgens erreichten wir die Grenzstadt und es war saukalt, so dass der Onkel Brille zur Belustigung aller, seine Bommelmütze rausholte.

Irgendwann fuhren wir zur Grenze vor, warteten auf das öffnen und mussten dann mit dem Gemüseauto rüber, weil man nicht rüberlaufen darf. Warum auch immer.

Dann in Zamyn Üüd der Stadt auf der mongolischen Seite begrüßte uns ein Sand-sturm, so dass ich jetzt durch das ewige Peeling glaube 20 Jahre jünger auszusehen.
Das Zugticket zu organisieren war auch witzig, denn man darf hier Russisch sprechen, wenn man kann. Aber irgendwie klappte alles, so
dass wir die Wartezeit im Restauratze bei einem Kotlett verbrachten.
Das entpuppte sich dann als falscher Hase.

Wenn die chinesische Stadt schon schlimm war, die mongolische übertraf es bei weitem, ein Marzahn in die Wüste gebaut, so stell ich mir einen
Verbannungsort für unsere Politiker vor.
Aber der Hackbraten entschädigte für alles, wie bei Muttern, endlich weg vom Reis.

Die Zugfahrt war dann noch mal ein Spaass für sich, immer durch karges Land Steppe oder Wüste; keiner weiss es.
Jedenfalls war bald mehr Sand im Zug als draußen.
Russischunterricht mit unseren Mitleidenden.
Irgendwann waren wir dann in Ulan Bator.

In Peking wollten Travelagents 60 Eus für die Strecke, die Transib kostet das gleiche und bezahlt haben wir am ende 20 Eus. Gut gemacht Onkel Brille.
Wollen ja keinen Fett machen.

Hier ist zwar das Wetter nicht so toll, aber ein mongolisches Sprichwort
sagt: Wenn gute Menschen ankommen regnet es.
Na mal sehen was die Mongolei bringt.
Es ist auf alle Fälle erstmal schön anzuschauen, sieht aus wie ich mir Russland vorstelle, aber hat irgendwie was.

Also dann mal bis nächste Woche euer Reisereporter


21. Mail
Hallo Ihr Lieben,
hier mal wieder der Wochenbericht.

Montag war Stress, da ging es wegen des Visas zur chinesischen Botschaft und man fühlte sich gleich wieder wie im selbigen Land.
Man interessiert sie nicht und wird behandelt wie das letzte . Die Beamten des Landes sind der Tod eines jeden Reisenden. Na mal sehen ob sie mir das Visum geben.

Dann ging es auf einen 5 Tagestrip in die Zentralmongolei.
5 Tage in einem Lada Bus 4 WD, auf den mongolischen Straßen, so man die Pisten als Straße bezeichnen kann. So wackelte und ruckelte man durch die mongolische Landschaft und die entschädigte für die Strapazen.

Die ist einfach nur genial und das beste von dem ganzen Trip, man hat hier alles, Wüste, Steppe, Berge, Taiga einfach alles.
Ich bin einfach nur begeistert. Wir sind dann zum „Grossen weißen See“ ein riesiger Bergsee in einer Vulkanlandschaft, was irgendwie nicht zusammenpasste.
Mondlandschaft am Vulkan und dann das blaue Meer. So krabbelte ich in der Gegend rum und die anderen gingen reiten.
Das ist mir nichts mit den kleinen Pferden, da schleifen ja die Beine immer auf der Erde.

Abends schläft man dann in den Jurten und wird von der Familie verköstigt, was manchmal dann doch nicht mein Fall ist.
Einmal gab es Yakjoghurt und der war hastig, stank völlig vergoren und war auf Garantie nicht mein Fall.
Aber es gibt hier ja wieder lecker Salami und die füllt dann ab.

Dann besuchten wir noch einige Klöster auf dem Weg, endlich mal wieder Klöster, aber die sind nur noch Überreste dessen was Stalins Banden und die Chinesen übrig gelassen haben. Schade denn es waren bestimmt mal riesige Anlagen.

Aber der Rest ist angenehm, man fühlt sich wie im wilden Westen.
Vor dem Dorfkonsum sind die Pferde angemacht und daneben die Mopeds .
Selbst in U.B. findet man öfters Reiter auf ihren Pferden.

Das einzige Problem hier ist das Wetter, tagsüber 25 Grad aber nachts wird es dann aasig kalt und man hat morgens nicht gerade die große Lust aus dem Schlafsack zu krabbeln.

Heute habe ich Sebastian losgeschickt. Er macht den selben Weg wie wir gekommen sind nach Peking zurück und dann Heme.
Also bin ich wieder allein, aber eigentlich ja nie, denn ich bin ja Zwilling und die sind ja nie allein.

Jetzt bin ich über das Wochenende in UB und fahre dann am Montag für 10 Tage in die Gobi. Also nicht wundern wenn erstmal keine Post kommt. Falls es überhaupt jemand interessiert oder vermisst.

Na dann machts mal gut und bis demnächst euer Reisereporter


22. Mail
Hallo Leute,
erstmal schönen dank für die Gebugrüße und sorry, wenn ich diesmal nicht auf die Post antworte. Aber es ist einfach zu viel eingegangen.

Der Gobitrip war cool, aber die Leute gingen mir irgendwann richtig auf den Sack. Es waren 4 Mädels da denkt man eigentlich vorher schon; wenn das man gut geht. 2 Französinnen, eine Amibraut (Rubrik Trulla) und eine deutsche die gleiche Rubrik, aber wegen der Verwechslungsprobleme Tralla getauft.

Erstere also Trulla stellte eigentlich nur blöde Fragen und erfüllte das Klischee des dummen Amis voll und ganz, zweitere war Anfangs ganz in Ordnung, aber als wir dann mit 4 ewig in der Wüste saufenden Touris
zusammenkamen, wollte sie es auf ihre alten Tage nochmal wissen.
Kurz vor der Kiste und dann nochmal poppen wollen. Machte sich natürlich zu meinem Vergnügen recht gut zum Obst.
Die beiden Französinnen waren in Ordnung.
Ein Glück mit dem Fahrer waren wenigstens 4 Menschen im Auto.

Waschen ist ja in so einer Wüste immer etwas schlecht, aber Trulla und Tralla schmierten sich immer neues Zeug auf die Haut und verteilten den Staub der Wüste dann richtig.
Aber der Hammer war dann als Trulla abends in die Jurte kam und mich zur Party einladen wollte, mitten in der Wüste lief das Autoradio auf Hochtouren.
Ich fragte nur nach Ruhe.
Ich verließ dann das Zelt und lief zum schlafen in die Wüste.
Ich, der Sternenhimmel und Joy Division im Ohr.
Genial, ich glaube das ist die einzige Wüste wo man das machen kann. Kein giftiges Gekrabbele hier.

Dann nervte Trulla im Auto mit ihrer Amimusike, so fragte ich dann bloss: ob sie die letzte Scheibe von Greenday „American Idiots“mit hätte.
Ab da war dann alles geklärt.

Meinen Gebu habe ich in einer Stadt gefeiert, war cool 3 Flaschen Wodka und
2 hübsche Mädels. War eine coole Party gewesen, und der Wodka hier für 3 $
die Öke, ist super und macht auch kein Aua am nächsten Tag.

Aber das coolste war dann gestern, ich wurde von der Familie, die das Camp führt zum Essen eingeladen und hatte trotz Verständigungsschwierigkeiten einen Mordsspaß.

Die Landschaft ist selbst in der Gobi genial, alles da Berge, Dünen,
Steinwüste und Oasen. Es gibt hier sogar einen Eiscanyon, mit Eis das ganze Jahr über und das bei Außentemperaturen von bis zu 40 Grad. Tiere gibt es hier auch eine Menge, habe gestern Großkatzenspuren gesehen. Ich bin denen dann hinterher, aber leider ohne Erfolg. Schade eigentlich! Habe zwar keinen Lux gesehen, rieche aber so, war dann erstmal ne ganze weile duschen und habe es mit Luxseife wieder runterbekommen. Jedenfalls hat sich gerade eben beim Essen keiner weggesetzt.

Jetzt bleibe ich noch bis Samstag oder Sonntag in U.B, ( je nach dem für wann ich mein Ticket bekomme) und bin aber bis nächsten Mittwoch in Peking.
Ich mache dann abends rüber nach Bangkok, da bin ich dann mit einigen Leuten neuen wie alten Bekannten verabredet und komme wahrscheinlichnach Plan, wieder nach Deutschland.

Fakt ist die Mongolei ist von Landschaft, wie Menschen einfach nur genial wenn man die richtigen Leute für das Auto findet.

Also bis auf weiteres euer Reisereporter


23. Mail
Hallo Leute,
um den Rhythmus wieder zu bekommen sende ich euch heute wieder eine Mail.

Ich bin jetzt zurück in Peking und das fast ohne Vorfälle. Die Drängelei an der mongolischen Grenze war nicht so mein Ding, aber der Pogo mit Sumoringern hat auch was.
Habe dann von Erenhot auf der chinesischen Seite den Bus nach Peking genommen und mich in der mit Ledersesseln ausgestatteten Hotellounge abgelegt, bis der Bus abfuhr.
Die Arbeiter fanden das bestimmt nicht soo toll, aber was sollen sie tun wenn sie kein Englisch sprechen.

Die Fahrt mit dem Bus nach Peking war nicht so berauschend diesmal, es war ein neuer Schlafbus und mit entschieden kürzeren Betten, so dass meine Beine links und rechts runterbaumelten, was die anderen beim Fernsehen störte.
Außerdem nervte ein Balg, dass mit einem lautstarken Gequake meinen Schlaf störte.
Aber im Gegensatz zu Sebastian keine besonderen Vorkommnisse.

Jetzt bin ich zurück in Peking im selben Hotel abgestiegen und freudig begrüßt worden.
Teilweise sind noch Bekannte da, aber auch Tralla vom Gobitrip habe ich schon gesehen. Jetzt muss ich nur noch bis zu meinem Überflug hier abhängen.

Dann geht es runter an den Strand meiner Insel in Thailand, wo es hoffentlich immer noch ruhig ist. Dort treffe ich mich mit Sean dem Aussie und anderen Bekannten dieses oder vergangener Trips.
Dann noch shoppen in Bangkok und dann geht es auch schon zurück für die nächsten 4 Monate wo viel Arbeit auf mich wartet.

Der Abschied von U.B. fiel schwer, die Familie des Golden Gobiguesthouses eine Mama mit 3 Töchtern wollten mich nicht ziehen lassen. Auch mein Amikumpel war traurig. Aber ich bin ja bald wieder da, nur 1,5 Jahre, das steht fest.
Bevor der Massentourismus einsetzt und nur noch bekloppte Leute wie die
Amitrulla dort unterwegs sind.
Die Mongolei ist das muss wenn man Landschaft und Menschen mag .
Doch nächstes Mal geht es mit der Transib rüber, da werden wir mal in Sibirien schauen was die Bäume machen.

Also dann bis zum bald in Bärlin, euer Reisereporter


24. Mail
Hallo Leutchen,
ich glaube das wird die letzte Mail, aber sicher bin ich mir nicht.

Ich bin dann in Thailand angekommen, eine chinesische Beamtentusse wollte noch lustig sein und wollte mir meine Flasche Cola bei verbleibenden 2,5 Stunden Wartezeit abnehmen.
Ich habe mir dann aber nur die Flasche gegriffen und bin weiter. Als sie dann leer war brachte ich ihr diese und stellte ihr diese vor die Nase.
Das war hart für sie, denn Chinesen produzieren viel Dreck, mögen ihn aber nicht wegräumen und schmeißen ihn einfach irgendwohin, wo Platz ist, damit ein anderer der dafür bezahlt wird, diesen dann wegräumt.
Ich hoffe die junge Dame hat nicht ihr Gesicht verloren, das sah nämlich recht niedlich aus.
Nicht das ich dann schuld bin das sie keinen Stecher mehr abbekommt und nie-manden zum heiraten findet.

Bin dann irgendwann mit Verspätung in Bangkok angekommen und wieder in mein Hotel. Es war kochend heiß in der Stadt und nachdem ich endlich meinen Travelpartner Sean aus Melbourne erreicht hatte, bin ich dann nach Süden auf der Halbinsel Phuket gelandet.
Dort fanden wir uns und es gab dann viel zu erzählen nach 7 Jahren.

Doch Phuket ist wie Malle glaub ich, war ja nie da, bloß das die Mädels besser aussehen. Die Preise sind hastig als wollten sie bis zum nächsten Tsunami reich werden.
Viele Russenreisegruppen sind unterwegs und die machen mir wirklich Angst.

Ansonsten tanzende Tresenkräfte mit fast nichts an in normalen Pubs und ältere Herren aller Nationen mit jungen Mädels, die für die fast toten, die Drinks an den sabbernden Mund heben.
Naja ist easy Money da braucht man nur den Kopf streicheln und schon ist er gekommen und die Mädels haben wieder für eine Woche ruhe.
Dann hatten wir nach einer Nacht die Schnauze voll von wabernden Hintern, denn manche sind echt ne Zumutung und man denkt über Schmerzensgeld nach..

Somit bin ich mit Sean weiter nach Krabi und er ist jetzt zurück auf den Strassen der Welt und glücklich wieder normale Preise zu zahlen.

Es ist schon erstaunlich was die in Phuket in der kurzen Zeit hochgezogen
haben, und manchmal hoffe ich auf den nächste Tsunamie damit Thailand wieder gesäubert wird. Wahnsinnn; aber nötig.
Wenn ich bedenke wie schön es hier vor 15 Jahren war.

Da gerade Monsunzeit ist komm ich auf meine Insel nicht rauf und verbringe die verbleibende Zeit around Krabi an der Beach wo die Preise noch normal sind.

Aber das Fleckchen Erde ist gut zum abschalten und für die Planung der nächsten Reise. Endlich nichts tun einfach nur den Tag, Tag sein lassen und den Wolken wehmütig hinterher schauen.
Kein Lärm keine Disco einfach nur Stille und das Meer.

Habe mich gestern mit einer Engländerin unterhalten, die auch bald nach Hause muss und auch sie hatte Angst vor den blöden Fragen die einen erwarten,
Na wie war es, und wo war es am besten.
Mir grault es auch schon ist wie unterwegs wenn dich jemand fragt:
Where you from and how long you are travelling for.
Ich lasse diese Leute dann meistens stehen.

Das war es dann erstmal euer Reisereporter Brille, Frank, Janni, Heiko, Ötsch

DAS ENDE